Donnerstag, 21. Februar 2013

NASEWEIS pausiert

Auf unbestimmte Zeit legt NASEWEIS eine Schaffenspause ein. Nachdem wir in den vergangenen zwei Jahren schöne Projekte realisieren konnten, wird sich unsere künstlerische Leitung Edda Klepp vorerst ihrer Tätigkeit als Schreiberling zuwenden. Für 2013 steht da vor allem ein Buchprojekt bei ihr an, aber auch ihre Tätigkeit bei der Münsterschen Zeitung, die ihr viel Freude macht.

Wir bedanken uns bei allen unterstützenden Seelen und das viele positive Feedback zu unseren Veranstaltungen und verabschieden uns - bis zum nächsten Jahr!

Bleibt beweglich!

Mittwoch, 2. Januar 2013

"Ehrenwort" am 11. Januar in Münster

Zum vorerst letzten Mal spielt das Theater Naseweis am 11. Januar 2013 seine aktuelle Produktion "Ehrenwort" nach Motiven von Theodor Fontanes Effi Briest im Kammertheater Der kleine Bühnenboden.

Wer hier nun langweilige Schullektüre erwartet, wird enttäuscht sein, denn: "Nach über 70 Minuten mit an darstellerischer Ausdruckskraft kaum zu steigender Intensität entlud sich diese Spannung bei den Zuschauern in lauten „Bravo“-Rufen." (Westfälische Nachrichten)

Es spielt: Birgit Corinna Lange
Text & Regie: Edda Klepp

Beginn: 20.30 Uhr

"Ein Mensch, der sich nicht bis zuletzt einen Hauch von Handlungsfähigkeit erhält, ist kein Mensch, sondern lediglich ein Abstrich von Menschlichkeit." (Ehrenwort)


Karten gibt's hier: www.derkleinebuehnenboden.de

Und wer nicht so richtig weiß, was er mit dem Begriff "Ehre" anfangen soll, der bekommt's hier nochmal fix erklärt:


Donnerstag, 13. September 2012

Die Presse über "Ehrenwort"

"Birgit Corinna Lange beeindruckt mit einer intensiven Reise in die Gefühlswelten zweier Frauenschicksale" überschreiben die Westfälischen Nachrichten die Kritik zu unserem aktuellen Stück "Ehrenwort". Und weiter: "Nach über 70 Minuten mit an darstellerischer Ausdruckskraft kaum zu steigender Intensität entlud sich diese Spannung bei den Zuschauern in lauten 'Bravo'-Rufen." Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz, auch die Rückmeldungen aus dem Publikum am Premierenabend. Wer den Artikel in der WN in Gänze lesen möchte, findet ihn hier.








Donnerstag, 2. August 2012

EHRENWORT - Monolog nach Motiven aus Effi Briest

Effi ist in einer scheinbar ausweglosen Lage. Sie hat die Familienehre verletzt. Man wirft ihr vor, ihren Ehemann hintergangen zu haben. Allerdings liegt das Geschehen bereits ein paar Jahre zurück, und eigentlich möchte ihr Ehemann, Baron von Instetten, sie gar nicht aus seinem Leben verbannen. Als Beweisstück dienen lediglich einige Briefe, die den Betrug dokumentieren sollen. Schließlich aber obsiegt die Kränkung. Von Instetten stellt den Kontrahenten Crampas im Duell und straft Effi ab. Er verweist sie seines Hauses und hält fortan die  gemeinsame Tochter von ihr fern. Zwischen Schuldgefühl, Verzweiflung und Scham hin- und hergerissen versucht Effi, sich rein zu waschen und sich wenigstens ein letztes bisschen der eigenen Ehre zu bewahren.


Das Theater NASEWEIS widmet sich in seinem neuen Stück einem Thema, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat. Theodor Fontanes Text aus dem Ende des 19. Jahrhunderts mischt Regisseurin und Autorin Edda Klepp mächtig auf. Effis Geschichte trifft dabei auf die Erzählung der jungen Kosovo-Albanerin Ulerika, die im Jahre 2003 durch die Hand ihres Vaters sterben musste, weil sie sich in den falschen Jungen verliebte.

Es spielt: Birgit Corinna Lange
Text & Regie: Edda Klepp

Premiere ist am 8. September 2012, 20.30h im Kammertheater Der kleine Bühnenboden.
Weitere Vorstellungen: 13. September 2012, 20.30h, Kammertheater Der kleine Bühnenboden

Altersempfehlung: 16+



Sonntag, 24. Juni 2012

Philosophie für Kinder - Das sokratische Gespräch

Warum machen wir NASEWEISen Theater für Kinder und Jugendliche? Ganz einfach: Weil wir glauben, dass Theater mehr kann als Unterricht oder eine gut gemachte Fernsehsendung. Es verbindet das Live-Erlebnis des Unterrichts und interessanten Informationsgehalt mit unmittelbarer und komplexer sinnlicher Erfahrung und ist somit eine ideale Ergänzung im schulischen Kontext.
Gutes Theater erzählt Geschichten, aber verknüpft diese darüber hinaus mit weiteren Refelxionsebenen, die sich nicht immer auf Anhieb intellektuell erschließen müssen. Manchmal sind es Bilder, manchmal Situationen, die etwas in uns berühren und sogar noch Tage später zum Nachdenken und Nachspüren anregen können. Der erhobene Zeigefinger hingegen entbindet das Publikum in der Regel davon, sich selber über eine Position zum Thema  im Klaren zu werden. Dies gilt auch für Kindertheater. Die Ausdrucksmittel hierbei sind vielfältig. Die eine richtige Form gibt es nicht, davon sind wir überzeugt. Aber unser Anspruch ist es, Fragen aufzuwerfen, zu denen jeder eigene Antworten finden kann. Philosophie und Theater haben einiges gemein.

Auch in der Philosophie geht es um Fragen. Viele dieser Fragen lassen die unterschiedlichsten Antworten zu. Und oft genug fällt es schwer, sich als Erwachsener einzugestehen, dass man nicht auf jede Frage von Kindern eine eindeutige Antwort liefern kann. Dabei kommt manchmal das besondere Erlebnis, gemeinsam nach möglichen Antworten zu suchen, zu kurz. Aus Unsicherheit weichen wir aus antstatt die eigene Ratlosigkeit als Chance zu begreifen, unsere Neugier zu spüren und dazu zu lernen.

Die Methode des Sokratischen Gesprächs 

Das sogenannte Sokratische Gespräch ist eine Methode, die sich bei Gesprächen mit Kindern über philosophische Fragen bewährt hat. Philosophie ist „das ständige, prinzipiell unabschließbare Weiterdenken im Umgang mit nicht eindeutig zu beantwortenden Fragen“ (Hering, S. 22). Im Gegensatz zu anderen Lehrformen, in denen Kinder zu bereits vorgefertigten Antworten hingeführt werden, gibt es hier häufig kein eindeutiges richtig oder falsch. Das philosophische Gespräch hat die Fragen der Kinder zum Thema.

Die wichtigsten Merkmale

- Das sokraktische Gespräch setzt auf die Vernunft aller Menschen als Möglichkeit, mit ihrer Hilfe der Wahrheit im forschenden Nachdenken nach festgelegten Regeln ein Stück näher zu kommen.
- Scheinbare Gewissheiten des Alltags werden kritisch hinterfragt, Aussagen auf ihre Gültigkeit hin überprüft, Begriffserklärungen vorgenommen und neue Erkenntnisse auf ihre Konsensfähigkeit hin getestet.
- Gesprächsziel ist der Konsens in der Gesprächsgruppe.
- Die gefundene und formulierte Antwort auf die bearbeitete Frage gilt als Wahrheit der Gesprächsgruppe zum jeweiligen konkreten Zeitpunkt.
- Die Antwort ist nicht absolut zu setzen. Damit ergibt sich die Chance, sie immer wieder aufs Neue überprüfen zu können.
- Im sokratischen Gespräch zählt in der Argumentation nur das vernünftige Argument, das durch das eigene Denken entstanden ist.
- Die Berufung auf die Aussage von Lehrern oder anderen Autoritäten ist nicht gestattet.
- Alle Stimmen sind gleichberechtigt, jede Stimme ist wichtig und zählt.
(nach Gleitz, S. 42)

Aufgaben der Gesprächsleitung 

Die Gesprächsleitung hat vor allem die Aufgabe, auf die Einhaltung der Regeln zu achten und sich an den Fragen der Kinder zu orientieren. Sie gibt keine Antworten vor, sondern leitet die Kinder an, selber Antworten auf die Fragen zu finden.
Es ist davon auszugehen, dass Kinder nicht alle Fragen stellen, die zur Erörterung des Problems wichtig erscheinen, da sich ihre Erfahrungswelt noch deutlich von der Erwachsener unterscheidet. In diesem Fall darf die Leitung lenkend eingreifen, indem sie weitere Fragen in den Raum stellt. Diese dürfen nicht suggestiv formuliert sein, sondern müssen in ihrer Beantwortung offen bleiben.

Ziele 

Ziel dieser Übung ist es, im Gespräch logische Argumentation zu üben, ebenso zu  Kommunikationskompetenz und Eigenständigkeit im Denken zu gelangen. Die Kinder werden bei dieser Form des Gesprächs angeleitet, es wird ihnen keine vorgefertigte Meinung aufgedrängt. Vielmehr gelangen sie durch den Dialog in der Gruppe zu einem gemeinsamen Konsens.

Literatur 

- Barbara Gleitz: „Erde, Himmel, Gott und ich, Philosophieren mit Kindern“, Göttingen 2004
- Jochen Hering: „Die Welt frag-würdig machen, philosophisches Nachdenken mit Kindern im Grundschulalter“, Baltmannsweiler Schneider-Verl. Hohengehren 2004

Freitag, 11. Mai 2012

Tage der Philosophie haben begonnen

Seit Mittwoch ist es nun soweit. Die ersten "Tage der Philosophie für Kinder" in Münster haben begonnen.
Bereits zwei Vorstellungen von "Phil & Sophia fragen nach Gott" liegen hinter uns, über die vielen freundlichen Rückmeldungen freuen wir uns sehr.

Am gestrigen Tag fand in der Kinderbücherei die erste Lesung statt. Zudem haben wir die Gewinner des Malwettbewerbs gekürt. Alle Bilder des Wettbewerbs sind noch bis Anfang nächster Woche in der Kinderbücherei zu sehn und können dann dort abgeholt werden.
Auch heute, am Freitag, wird es um 15.30 Uhr wieder eine Lesung in der Stadtbücherei geben. Stefan Nászay liest "Geschichten über das Ich", dort begegnen uns beispielsweise das kleine Ich-bin-Ich oder der ungewöhnliche Irgendwie Anders. Samstag um 11 Uhr liest Stefan "Schöpfungsgeschichten aus aller Welt".

Leider muss der Workshop "Was macht das Ich zum Ich" am Sonntag ausfallen, aber wir bemühen uns um einen Ersatztermin. Über Neuigkeiten halten wir euch hier auf dem Blog oder auf unserer Facebookseite auf dem Laufenden.

Morgen wird es in der Meerwiese richtig Action geben. Der Theaterworkshop "Warum bin ich auf der Welt" beginnt um 10 Uhr. Wir freuen uns schon sehr darauf. Um 16 Uhr werden die Ergebnisse des Workshops dann auf der Bühne des Theaters im Begegnungszentrum Meerwiese präsentiert. Wer neugierig geworden ist, schaue einfach vorbei!

 Gestern in der Kinderbücherei: Edda überreicht die Urkunden
und Sachpreise an die Preisträger unseres Malwettbewerbs.


Donnerstag, 26. April 2012

Kinderphilosophin Kristina Calvert kommt nach Münster

Fragen stellen ist ja eine der Lieblingsbeschäftigungen von Phil und Sophia. Fragen stellen, das ist ebenfalls der Job von Kristina Calvert, der promovierten Kinderphilosophin aus Hamburg.
Am 13. Mai wird sie mit uns und allen Kindern, Eltern und sonstigen Forschern, die Lust haben, gemeinsam zu spielen, zu staunen und zu philosophieren, den Workshop "Was macht das Ich zum Ich?" durchführen. Wir sind schon wahnsinnig gespannt darauf.
Kristina Calvert arbeitet seit nunmehr zwanzig Jahren als Kinderphilosophin. Sie ist Dozentin, Lehrerin, Autorin und Mutter von 15jährigen Zwillingsmädchen.

Einen lebendigen Einblick in die Arbeitsweise der Kinderphilosophin bietet dieses Video zu ihrem aktuellen Buch "Wolkenbilder und Möwendreck". Übrigens kann man das Buch bei unserem Malwettbewerb in der Kinderbücherei gewinnen. Also nichts wie hin. Ausmalvorlagen gibt's in der Kinderbücherei oder im Begegnungszentrum Meerwiese.


Was macht das Ich zum Ich?
Workshop für Familien mit Kindern zwischen 6 und 10 Jahren
Sonntag, 13.5.12
11-14 Uhr
Begegnungszentrum Meerwiese
Preis p. P.: 7 € (inkl. einer Mahlzeit)
Voranmeldung unter: (0251)13 44 344 oder naseweis@muenster.de
TEILNEHMERZAHL BEGRENZT!

Was aber bedeutet der Begriff "Kinderphilosophie", was unterscheidet die Denkwelt der Kinder von der der Erwachsenen? Im Zentrum steht der Respekt vor dem Denken der Kinder, davon ist Kristina Calvert überzeugt. In einem Interview gibt sie daher folgende Antwort auf diese Frage:

"Erstmal das Gemeinsame: Die Kinder denken über die gleichen Fragen nach. Nur haben wir Erwachsene oft schon vergessen, dass wir uns auch mal diese Sinnfragen gestellt haben. Wir stellen sie uns zwischendurch immer wieder, nehmen uns aber selten Zeit, darüber nachzudenken. Wenn man das mit den Kindern übt, haben sie vielleicht eher die Möglichkeit in ihrem Leben, sich diese Fragen immer mal wieder ganz bewusst und mit Mut zu stellen.
Der Unterschied: Das ist sicherlich die Ausdrucksweise, über die Kinder verfügen. Welche Worte wählen sie, welche Begriffe haben sie, um ihre Gedanken zu bezeichnen? Da sind die Unterschiede, nicht in der Tiefe der Gedanken." Das vollständige Interview findet sich hier.

 

Mittwoch, 18. April 2012

Jetzt geht's los!

Das Programm von WAS DENKST DENN DU? - Tage der Philosophie für Kinder in Münster ist jetzt online und kann hier eingesehen werden.

Wir starten unsere Aktionen mit einem Malwettbewerb für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren zum Thema IN WAS FÜR EINER WELT MÖCHTEST DU LEBEN?


Phil und Sophia sind zwei kleine Forscher, die sich mit viel Sinn und Verstand auf machen, um die Welt zu erkunden. Wer sind wir? Woher kommen wir? Was ist der Anfang von allem? Und zuletzt: In was für einer Welt möchtest du leben?

Auf der Bildseite unserer Malvorlage kannst du ihnen ein neues Abenteuer erfinden. Was erforschen Phil & Sophia gemeinsam? In welche neuen Welten tauchen sie ab? Und was für eine Welt werden sie dabei entdecken? 

Vorlagen zum Wettbewerb mit Infos zu den Teilnahmebedingungen findet ihr in der Stadtbücherei Münster und im Begegnungszentrum Meerwiese in Münster-Coerde. Abgabe der Bilder erfolgt bitte bis spätestens zum 4. Mai ebendort. Zu gewinnen gibt es tolle Sachpreise!

Ihr wollt über unsere Arbeit und die Aktionen auf dem Laufenden bleiben? Dann besucht uns doch auch auf:

Samstag, 18. Februar 2012

Tage der Philosophie für Kinder in Münster

Am 9., 10. und 13. Mai 2012 ist unsere Produktion "Phil & Sophia fragen nach Gott" wieder im Begegnungszentrum Meerwiese in Münster zu sehen.
Unter dem Motto "Was denkst denn du?" plant NASEWEIS zu diesem Anlass ein Rahmenprogramm für Kinder und andere Forscher. Vorgesehen sind Workshops, Lesungen und weitere Themen auf unserem PhiloSofa in der Meerwiese.
Derzeit befinden wir uns in der Planungs- und Konzeptionsphase. Freunde, Partner & Unterstützer sind uns gern gesehene Gäste - bereits jetzt! Über Anregungen, Ideen, interessante Kontakte und viele, viele Fragen freuen wir uns!

Euer NASEWEIS-Team